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Kälber-staunen

Oktober / November / Dezember 2016 laufend Dexterfleisch erhältlich!

Unsere Tiere haben den ganzen Sommer draussen auf der Weide verbracht und nun ist es Zeit, unseren Kunden das köstliche Fleisch zu liefern. Aus sicheren wissenschaftlichen Quellen haben wir vernommen, dass das Dexterfleisch eine aussergewöhnliche Qualität hat, insbesondere was Zartheit, Inhaltsstoffe und Geschmack betrifft – aber das wissen unsere Stammkunden ja schon länger. Da sich unser Tierbestand noch einmal vergrössert hat, sind auch Neukunden herzlich eingeladen, unser Fleisch zu probieren. Unsere Fleischpakete gibt es ab 5 kg, das schafft auch der Ein- oder Zweipersonen-Haushalt locker wegzuessen. Die Fleischpakete können bei uns zuhause abgeholt werden, entweder am gleichen Tag, an dem wir es im Schlachtbetrieb vacuumiert haben oder tiefgefroren in den darauf folgenden Tagen. Beim Abholen darf man sich natürlich auch gerne auf dem Hof rumschauen und selber erfahren, wie unsere Tiere hier leben.

Unsere Stammkunden werden wir persönlich kontaktieren, sonst freuen wir uns über eine Bestellung via Kontaktformular.

Kälber-staunen

 

Porträt: Leika

Leika LeikamitLargoLeika ist unsere einzige Kuh ohne Hörner. Die andern Rinder, welche wir gekauft haben, haben wir praktisch gleich nach der Geburt ausgewählt, damit sie nicht enthornt werden, aber bei Leika kamen wir zu spät, sie war schon enthornt. Sie hat sich in der Herde behornter Kühe gut behauptet, sie wird nicht geplagt, vielleicht ist sie einfach genug gescheit, sich richtig zu verhalten. Sie ist trotz ihrer fehlender Hörner nicht zuunterst in der Hierarchie.

Leika ist eine stolze, schöne Kuh und mit ihren 11 Jahren kein bisschen aus der Form. Aktuell wird sie bald ihr 11. Kalb auf die Welt bringen. Largo, ihr Stierkalb vom letzten Jahr, hat sie vor ein paar Wochen entwöhnt. Leika ist auch eine, die es eher nicht so gerne hat, wenn man ihre Kälber knuddelt. Aber Largo haben wir bewusst oft zwangsgeknuddelt, weil wir in ihm grosses Potential als Zuchtstier sehen.

Leika ist eine Peter-Kuh. Sie mag Peter viel mehr als mich. Ich darf sie schon kraulen, aber so richtig gerne hat sie den Peter. Das kommt vielleicht davon, dass der Hund immer bei mir ist und Leika hasst Hunde abgrundtief. Wenn alle andern Kühe unseren Hund längst nicht mehr beachten, Leika geht auf Lilly los, so bald sie zu nahe bei den Kühen ist.

 

Porträt: Jessyca

Auch Jessyca ist mit den ersten Dexterkühen hier eingezogen. Am 25. Januar 2003 ist sie geboren,  ist also nur ein Monat jünger als Glöggli und hat gleich wie Glöggli ihr 12. Kalb bei Fuss. Jessyca war von Anfang an weniger wild als Glöggli und ist eine richtig brave Kuh geworden, man sieht auch auf dem Foto, dass sie eine grosse Ruhe ausstrahlt.

Jessyca ist etwas verfressen, ein wenig fett, und ist schon wegen Milchfieber festgelegen. Sie war die erste Kuh, bei der das auf unserem Hof passierte. Hat etwas damit zu tun, dass wir säugende Kühe, die viel Milch geben müssen und Kühe, die galt sind, also grad keine Milch geben bis zur Geburt des nächsten Kalbes, zusammen auf der Weide haben. Das hat den Vorteil, dass die Herde “stabiler” bleibt und Rangkämpfe nicht immer wieder neu ausgetragen werden müssen und eben den Nachteil, dass die Galtviehfütterung nicht ganz ideal ist – besonders für Schleckmäuler wie Jessyca. Also Jessyca konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und ist auf der Weide gefallen und runtergepurzelt bis auf die Strasse. Durch den Zaun wurde sie gebremst und die Nachbarn haben sie am Strassenrand entdeckt. Die Nachbarn haben unsere ganze Weide im Blick während wir nur die obersten paar Meter sehen. Jessyca bekam eine Calcium Infusion und sollte dann wieder aufstehen, aber alles bitten und etwas kräftigeres bitten half nichts. Da holte Peter Jessycas Kälbchen, lud es in den Viehwagen und fuhr damit zu Jessyca. Jetzt nahm die Kuh alle Kraft zusammen und wackelte in den Viehwagen. Sie erholte sich prächtig! Das nächste Mal war die Kuh klüger, wir auch! Wir beobachteten sie gut und gingen nach der nächsten Geburt (dann entwickelt sich das Milchfieber) öfters nach ihr schauen. Der Schreck war gross, als wir sie bei der Kontrolle nicht bei der Herde fanden. Wir suchten am Waldrand, überall auf der Weide, keine Jessyca. Jessyca war zuhause. Sie lag an der Stallwand, auf einem ebenen Plätzchen und wartete auf uns – oder besser, auf den Tierarzt. Nun wurden wir noch klüger und beim nächsten Mal sperrten wir sie mit ihrem frischgeborenen Kälbchen im Laufhof ein, obwohl das für sie sehr unangenehm war, weil sie ja unbedingt bei der Herde sein wollte. Aber wir wollten ja nicht, dass sie sich verletzt oder in der prallen Sonne liegen bleibt.

Wir freuten uns sehr, als sie nächstes Jahr komplikationslos durch diese schwierige Phase nach der Geburt ging und hoffen, dass das so bleibt.

Jessyca liebt es, am Bauchnabel gekrault zu werden und natürlich am Füdlli, da juckt es immer! Sie hat auch tolle, zutrauliche Kälber, weil sie es von Anfang an zulässt, dass man zu den Kälbern hin geht – also das heisst, wir zu den Kälbern hin gehen, nicht irgendwer! Wir haben auch drei Kühe von Jessyca in der Zucht, weil ihre Leistung sehr konstant ist und der Charakter stimmt.

Jessyca JamilafürWeb

 

 

Porträt: Glöggli

Glöggli ist am 26.12.2002 geboren, ist jetzt also 13 Jahre alt und unsere älteste Kuh. Sie hat ihr 12. Kalb bei Fuss.

Glöggli hat als älteste Kuh auch die längsten Hörner, mit denen sie sich einige Zeit als Leiterin der Herde behauptet hat.

Glöggli kam mit einem Kalb zu uns, Gwendolin nennen wir sie, statt Gwendula, wie sie eigentlich heisst. Die beiden waren ziemlich verstört, als sie bei uns einzogen. Glöggli hat es geschafft, aus dem Stand über eine 1 m hohe Türe zu springen, sie ist ja selber kaum grösser als 1 m. Einmal ist sie über einen mind. 1 1/2 m hohen Miststock hochgeklettert. Eine gewisse Zurückhaltung ist heute noch zu spüren, sie gehört nicht zu den Kühen, die es geniessen, berührt zu werden. Aber die natürliche Neugier der Kühe hat auch ihr geholfen, zu entdecken, dass wir ihr wohlgesinnt sind.  Wenn jemand in den Laufhof kommt, kommt auch sie heran, schaut die Person gut an und beschnuppert sie, da hätte sie sich als junge Kuh in die hinterste Ecke verkrochen.

Glenda heisst das Kalb, das sie letzten Sommer geboren hat. Glenda ist die erste von Glögglis Kuhkälbern, die aktiv die Nähe von uns sucht. Aktiv und ein wenig aufdringlich, aber ganz anständig. Sie ist immer da, wenn man im Stall oder im Laufhof sauber macht. Wenn sie nicht mit dem Hund spielt, versucht sie, uns im Weg zu stehen, damit wir sie knuddeln müssen. Es ist spannend, dass es jeden Winter ein Kalb gibt, das besonders die Nähe zu uns sucht. Die andern sehen dann, dass das überhaupt nicht gefährlich ist und bis zum Ende des Winters ist es bald schwierig, dass die Kälber einem überhaupt aus dem Weg gehen, wenn man arbeiten sollte. Glöggli

Sommerzeit / Alpzeit

Alles hat seine Zeit, und die Zeit, in der die Tiere draussen auf der Weide sein können, ist auch eine besonders schöne Zeit. Der Kontakt zu den Tieren wird ein wenig loser, aber dafür sind die Tiere auch entspannter, weil sie so mehr oder weniger machen können, was sie wollen. Fressen, liegen, wiederkäuen, säugen / trinken, Kälberrennen, alles im eigenen Rhythmus.Das ist dann ja auch die Zeit, wo die anderen Tiere etwas mehr Aufmerksamkeit beanspruchen.  Hündchen

Unser Hund Lilly hat nach einem von uns arrangierten Treffen mit dem Nachbarshund fünf Welpen bekommen

HuendchenHuendli-muedeHuendchen-sitzt

Enterich-mit-Hund

Unser mutiger Enterich, es war nie klar, ob er spielen will oder angreifen.

 

Huhn2-mit-Kueken

Kükenadoption zum ersten

 

Huhn-3-mit-Kueken

zum zweiten

Huhn-4-mit-Kueken

und zum dritten

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Grazia

JessymitKaethe

Käthe

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Kita

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Kleo

schwarzes-Gitzi

unser reinrassiges Bündner Strahlengitzi!

Swissopen 2015 Vianco Arena

Juhuii, die Kühe sind auf der Weide. Das freut die Kühe und uns.

Unsere Kinder haben den ganzen Winter fleissig im Stall mitgeholfen. Sie haben auch Kälber, mit denen sie ein spezielles Verhältnis aufgebaut haben. Mayas Lehrerin hatte am Samstag, 18.April Hochzeit, aber Jan nahm seine Kleo ans Hälfter und führte sie in der Arena. In seiner Altersklasse hat er mit Kleo den ersten Platz erreicht. Sie sind ein harmonisches Paar und Kleo ist richtig schön gelaufen.

Auch wir grossen hatten unseren Auftritt. Angelina mit ihrem Kalb Abigail und Kirstin mit ihrem Kalb Kleo wollten wir zeigen. Angelina kannte das Halfter noch, sie lief von Anfang an toll mit und weil Mama so ruhig blieb, lief auch Abigail nach zwei Trainings wie ein Profi. Kirstin hatte schon ein bisschen mehr Mühe, sich an das Halfter zu gewöhnen. Doch wenn das Kleo nichts tut, warum sollte sie so ein Theater machen? Wir sind wirklich sehr zufrieden, wie schön unsere Kühe im Ring mit uns gelaufen sind.

Die zwei Kühe und Abigail wurden am Donnerstag bei schön warmem Wetter geduscht und zurechtgemacht. Kloe fanden wir, ist noch zu klein für’s duschen und dreckig ist sie ja nicht. Ein bisschen staubig, weil im dicken Winterfell sich doch ein bisschen Heustaub verfängt. Viel gibt es bei Robustrassen nicht zu machen, die dürfen sich zeigen, wie sie sind.

Der Aufwand hat sich gelohnt, wir sind stolz auf Angelina, welche in der Kategorie Kühe II den dritten Rang erreicht hat.

Kirstin hat in ihrer Kategorie, Kühe I, den ersten Rang bekommen und ist Reserve Champion über die ganze Rasse Dexter.

Die Kühe waren vielleicht etwas weniger begeistert von dem ganzen, aber sie haben gut mitgemacht. Kleo war dann am Sonntag schon ziemlich müde, sie war am Samstag genau 100 Tage alt.

Mehr zum Thema steht auf der Webseite des Schweizer Bauer, einfach Schweizer Bauer, Swissopen 2015 suchen. Da habe ich auch die schönen Fotos her. Junior-Swiss-Open Jan-Sieger Kirstin-Swiss-Open

Die Veganer

Gestern habe ich bei “Die grössten Schweizer Talente” reingeschaut. So was macht man halt, wenn man sehr müde ist und es doch noch zu früh ist zum schlafen. Da haben die eine Werbung der Veganer gezeigt. Darin wird ausgesagt, dass jemand, der Fleisch isst, Tierquäler ist. Das hat mich ziemlich getroffen, denn ich esse ja nicht nur Fleisch, wir produzieren auch Fleisch. Jetzt klagt man uns also alle an!

Wenn jemand sich entscheidet, vegan zu leben, dann ist das seine Sache und ich werde mich da nicht einmischen.

Ich bin ja auch dafür, dass man den Tieren ein gutes Leben ermöglicht. Nur muss man sich einfach bewusst sein, dass das primär nicht vom Bauern bestimmt wird, sondern vom Konsumenten. Wenn die Produktion nichts kosten darf, weil man nichts dafür bekommt, dann wird’s mit dem Tierkomfort schwierig – und mit vielem anderem auch.

Vielleicht könnten sich die Veganer eine neue Zielgruppe suchen und sich nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Bauernfamilien einsetzen? Das würde auch das Vieh im Stall merken.

Wir werden auf jeden Fall weiterhin mit bestem Wissen und Gewissen unsere Tiere mit allem versorgen, was sie brauchen, dafür den Hennen die Eier aus den Nestern klauen und Schlachttiere zum Schlachthof fahren und ihren Mist zur Düngung von unserem Boden und unseren Beeren einsetzen.

Wird der Boden hier nicht bewirtschaftet (also Soja wächst hier nicht), dann wird das hier ein Buchenwald, habe ich heute gelesen. Dann kommt der Wolf und die Jogger müssen das Gewehr mitnehmen – oder einen veganen Herdeschutzhund!

 

Tom und Jerry

Es ist Frühling und die Geissen bekommen ihre Gitzi. Zwei hatten wir ja schon im Dezember, da war ein Böckli vom letzten Jahr etwas zu schnell. Die zwei Böckli haben den Winter problemlos überstanden und entwickeln sich prächtig. Jetzt kommen die geplanten! Erfreulicherweise haben wir schon zwei mal Zwillinge. Die ersten kamen letzten Samstag zur Welt. Am Anfang schien alles perfekt, beide Gitzi haben sofort Biestmilch getrunken. Aber am Morgen liess die Geiss nur noch ein Gitzi saugen. Wir probierten, die Geiss festzuhalten und das Gitzi saugen zu lassen. Das ging auch, aber eben nur, wenn wir die Geiss zu zweit festhielten. Nachdem wir das der Geiss einige Male angetan hatten und sie sich weiter hartnäckig weigerte, dem Kleinen freiwillig Milch zu geben, gaben wir auf und adoptierten den kleinen Tom. Am Dienstag kamen die nächsten Zwillinge zur Welt. Auch scheinbar problemlos. Doch am übernächsten Morgen kam uns nicht nur ein hungriger Tom entgegen … man glaubt gar nicht, wie laut so ein kleines Gitzi schreien kann! Scheinbar hat es sich herumgesprochen, dass man bei uns Gitzi abgeben kann! Jetzt wird halt gemolken und getränkt. Zum Glück haben wir die Kinder, die uns beim Schöppelen helfen!

 

TomundJerry

Im Schnee!

Am Samstag Anfang Februar schien die Sonne und wir hatten ganz viel Schnee. Ganz spontan entschieden wir uns, die Kühe rauszulassen und ein Filmchen zu machen.

Filmen

Eigentlich wollten die Kühe gleich wieder umkehren, also ist der Stall wohl gar nicht so übel für sie. Wir schickten sie wieder weg und schliesslich genossen sie doch die Sonnenstrahlen im Schnee. Da lass ich doch am besten die Bilder sprechen.

Johanna

Johanna und Julia

Kleo

Kleo, die derzeit jüngste!

küheimschnee

Ziegen

Unsere Ziegen – Bündner Strahlenziegen – schauen sich das lieber aus der Ferne an, sie mögen keinen Schnee!